Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/04/pm_004.php 02.04.2025 08:53:53 Uhr 05.04.2025 03:08:29 Uhr |
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Gemeinsame Pressemitteilung Staatsbetrieb Sachsenforst und Stadt Dresden
Die Untere Naturschutzbehörde des Dresdner Umweltamtes und der Forstbezirk Dresden (Staatsbetrieb Sachsenforst) zeigen Anfang April auf zwei gemeinsamen Frühjahrsexkursionen die Lebensraumvielfalt der Dresdner Heide. Außerdem erläutern sie, wie der Wald bewirtschaftet und gleichzeitig geschützt werden kann. Die beiden kostenfreien Angebote finden im Rahmen der Aktion „Frühlingsspaziergänge“ des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft statt. Um Anmeldung wird gebeten.
Frühlingsspaziergang im Revier Ullersdorf
Am Sonnabend, 5. April 2025, 9 bis 12 Uhr findet eine Wanderung durch das Revier Ullersdorf in der Dresdner Heide entlang verschiedener Gewässerlebensräume statt. Die Forstbezirksassistentin (Forstbezirk Dresden) führt zusammen mit einem Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde Dresden durch den Wald im Bereich von Bächen, Stillgewässern und Quellen. Mit etwas Glück sehen die Teilnehmenden typische Insekten-, Vogel- und Amphibienarten dieser Lebensräume. Neben dem Entdecken der Natur soll es außerdem um den Schutz und die Bewirtschaftung des Waldes gehen.
Start- und Endpunkt: Weg „Zirkel“ am Waldeingang bei der ehemaligen Todenmühle, Nähe Prießnitz.
Um vorherige Anmeldung per E-Mail an AlmaJosephine.Schneider@smekul.sachsen.de wird gebeten.
Frühlingsspaziergang im Prießnitzgrund
Am Montag, 7. April 2025, 16 bis 18 Uhr, findet eine naturkundliche Wanderung durch den Prießnitzgrund in der Dresdner Heide und die Bachaue statt. Die Forstbezirksassistentin (Forstbezirk Dresden) führt zusammen mit einer von der Stadtverwaltung berufenen, ehrenamtlichen Naturschutzhelferin durch den Prießnitzgrund. Sie zeigen und erklären die vielgestaltige Vegetation entlang des Prießnitzabschnitts zwischen Küchen- und Todbrücke. Mit etwas Glück bekommen die Teilnehmenden auch einige typische Tierarten zu Gesicht. Neben dem Entdecken der Natur soll es außerdem um den Schutz und die Bewirtschaftung des Waldes gehen.
Start- und Endpunkt: Küchenbrücke im Prießnitzgrund bis zur Todbrücke im Prießnitzgrund.
Um vorherige Anmeldung per E-Mail an AlmaJosephine.Schneider@smekul.sachsen.de wird gebeten.
Dresdner Heide ist artenreichstes Gebiet der Stadt
Die diesjährigen Exkursionen laden dazu ein, Besonderheiten und Eigenarten des heimischen Waldes genauer kennenzulernen.
Bernd Dankert, Leiter des Forstbezirks Dresden„Dass der Wald ein Ort großer Vielfalt ist, wird besonders im Frühling sichtbar, wenn viele Pflanzen und Tiere aus der Winterruhe erwachen. Das komplexe Zusammenspiel verschiedener Arten und Lebensformen im Neben- und Übereinander der Lebensräume tritt zutage und lädt zum Beobachten und Entdecken ein. Genau das tun auch Försterinnen und Förster oder Naturschützerinnen und Naturschützer ständig. Denn um die Natur gleichermaßen nutzen wie schützen zu können, müssen wir sie in ihren Einzelheiten wie auch in ihrer Gesamtheit erkennen und versuchen zu verstehen. Unerlässlich für naturverträgliches Handeln und Verhalten im Wald sind neben einem umfangreichen Fachwissen daher auch die Vernetzung und die Zusammenarbeit der einzelnen Fachleute.“
Die diesjährigen Exkursionen sollen in besonderem Maße einen Einblick geben, wie Forstwirtschaft und Naturschutz in der Dresdner Heide zusammenarbeiten.
René Herold, Leiter des Umweltamts der Stadt Dresden„Die Heide stellt einen herausragenden, wenn nicht sogar den bedeutendsten und vielfältigsten Lebensraumkomplex in Dresden dar. Allein die Zahl der hier heimischen Tierarten ist unvorstellbar groß.“
In der Heide leben zum Beispiel zahlreiche Insekten, Amphibien und Vögel.
René Herold, Leiter des Umweltamts der Stadt Dresden„Aufgrund von Klimawandel, zunehmend länger anhaltenden Dürreperioden und weiteren Gefährdungsfaktoren wie eingeschleppten Krankheiten beobachten wir in den letzten Jahren leider teils dramatisch zurückgehende Amphibienbestände. Daher sind Förderung und Schutz der einheimischen Amphibienarten ein besonderer Schwerpunkt der Naturschutzanstrengungen in Dresden.“
Dem ist sich auch der Staatsbetrieb Sachsenforst bewusst, der in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Laichgewässern angelegt hat. Der Wasserhaushalt der Dresdner Heide ist durch das Zusammenspiel von natürlichen Gewässern wie der Prießnitz und den dutzenden natürlichen oder künstlich angelegten Kleingewässern, Sümpfen und Gräben für Amphibien besonders interessant. Dazu kommen zahlreiche Versteckmöglichkeiten.
René Herold, Leiter des Umweltamts der Stadt Dresden„Das sind Gründe, warum in der Dresdner Heide die größte zusammenhängende Amphibienpopulation Dresdens beheimatet ist. Mit etwas Glück kann man hier auch seltene Arten wie den Springfrosch oder die Knoblauchkröte beobachten.“
Bernd Dankert, Leiter des Forstbezirks Dresden„Waldinteressierte sind herzlich eingeladen, die typischen und besonderen Amphibien-, Vogel- und Insektenarten vor der Haustür kennenzulernen und mit den in der Dresdner Heide aktiven Vertretern der Forstwirtschaft und des Naturschutzes in Kontakt zu kommen."